Gut abgesichert als Schnupperkind in der Kita

Das Bild zeigt eine Erzieherin die eine Mutter mit ihrem Kind auf deren Arm begrüßt

Welche Bedingungen genau erfüllt sein müssen, damit Kinder gut abgesichert spielen, lernen und toben können, steht in der aktuellen Ausgabe der Präventionszeitschrift KinderKinder (1/2020). (Bild: kommmitmensch)

10.03.2020

 

Viele Kinder besuchen Kindertageseinrichtungen zunächst zeitweise, um zu sehen, ob sie sich wohlfühlen. Doch sind sogenannte Schnupperkinder auch gesetzlich unfallversichert? Franziska Lüdtke, Abteilungsleiterin Recht und Rente bei der Unfallkasse Baden-Württemberg, nimmt die Sorge: "Ja, sie sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Dazu gehört natürlich, dass die Kinder ganz normal am Betreuungsangebot der Einrichtung teilnehmen mit dem Ziel der Aufnahme in diese Einrichtung." Welche Bedingungen genau erfüllt sein müssen, damit Kinder gut abgesichert spielen, lernen und toben können, steht in der aktuellen Ausgabe der Präventionszeitschrift KinderKinder (1/2020).

Ein Versicherungsschutz liegt beispielsweise auch dann vor, wenn die Eltern während der Schnupperzeit anwesend sind sowie auf dem Weg zur Kita und auf dem Heimweg. Ein Antrag muss dafür weder von den Erziehungsberechtigten noch vom pädagogischen Personal ausgefüllt werden. "Der Unfallversicherungsschutz besteht wie bei allen Kindern, die eine Kita besuchen, per Gesetz und antragsfrei", so Franziska Lüdtke.

Das kann beispielsweise auch für ehemalige Kindergartenkinder, die in ihrer früheren Kita während der Schulferien eine Stippvisite machen. Dafür ist aber Voraussetzung, dass das Betreuungskonzept auch Kinder in diesem Alter erfasst.  "Ebenfalls abgesichert sind Geschwisterkinder, die wegen eines Notfalls stunden- oder tageweise zusammen mit den Kindergartenkindern betreut werden", so die Abteilungsleiterin.

Wie Inklusion in der Kita gelingt

Bildungseinrichtungen wie Kitas spielen auf dem Weg zur Inklusion eine wichtige Rolle: Hier kommen Kinder mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten und Fähigkeiten zusammen; das gemeinsame Spiel ist Normalität. Damit Inklusion in der Kita gelingen kann, braucht es aber bauliche, organisatorische und personelle Ressourcen. Mit diesem Spannungsfeld beschäftigt sich das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe KinderKinder und zeigt Beispiele gelungener Integration auf.

Nicht nur beim Thema Inklusion sollten Kita-Leitung, -Träger, Erziehende und Eltern Hand in Hand arbeiten und Sicherheit und Gesundheit in der Kita zum Thema Nummer eins machen. Das Tool der kommmitmensch-Dialoge aus der aktuellen Präventionskampagne der DGUV setzt genau dort an. Mit Hilfe eines strukturierten Verfahrens werfen alle Beteiligten einen Blick auf ihre Zusammenarbeit anhand von sechs Handlungsfeldern, die für Sicherheit und Gesundheit in der Kita bedeutsam sind.

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Pressemitteilung der DGUV