Neue Broschüre: Prävention und Gesundheitsförderung in der Schule

Foto: Frauke Schumann/Unfallkasse NRW

[20.09.2017] Gesundheit, Prävention und Gesundheitsförderung sind in Schulen keine neuen Themen. Seit
der Einführung der Schülerunfall-versicherung im Jahr 1971 und vor allem seit der Proklamation der Ottawa-Charta im Jahr 1986 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind präventive und gesundheits-förderliche Aktivitäten in vielen Themenfeldern und -bereichen intensiviert worden. Allerdings waren bis Ende der 1990er Jahre die schulische Prävention und Gesundheitsförderung fast ausschließlich geprägt durch Maßnahmen zur Förderung der Sicherheit und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.

Erst durch das Inkrafttreten des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) im Jahr 1997 und der damit verbundenen Verpflichtung des Arbeitgebers zur Gefährdungsbeurteilung rückte in der Schule auch die Gesundheit der Beschäftigten zunehmend mehr in den Fokus der Betroffenen und der Fachöffentlichkeit. Mittlerweile sind die Förderung von Sicherheit und Gesundheit sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkräfte als verbindliche Aufgaben in Schulvorschriften, zum Teil sogar in den Schulgesetzen aller Bundesländer vorgeschrieben.

Zu diesem veränderten Stellenwert haben auch Erkenntnisse der Schul- und Gesundheitsforschung beigetragen, die einen engen wechselseitigen Zusammenhang zwischen der Gesundheit der schulischen Akteure und der Schulqualität belegen. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die sich gesund und wohl fühlen, arbeiten und lernen besser. Und umgekehrt fühlen sie sich wohler und gesünder, wenn sie der Auffassung sind, dass sie in einer guten Schule lehren und lernen sowie gute Arbeitsergebnisse erzielen.

Dass gerade die Schulleitung einen entscheidenden Einfluss auf die Lehrergesundheit und auf die Realisierung einer guten gesunden Schule hat, zeigen sowohl die alltägliche Praxis als auch diverse Studien. Ohne eine präventiv und gesundheitsförderlich handelnde Schulleitung gibt es keine gute Schulgesundheit und letztendlich auch keine gute Schulqualität. Ihr Gesundheitsmanagement bestimmt die Qualität der schulischen Prävention und Gesundheitsförderung und ihr Führungsverhalten hat wesentlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Lehrkräfte und der sonstigen Beschäftigten.

Mit dieser Broschüre möchte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Schulleiterinnen und Schulleitern Anregungen und Hilfen geben, wie sie ihr Leitungshandeln entsprechend den gesetzlichen Vorgaben präventiv und gesundheitsförderlich gestalten können.

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