Jugendfeuerwehr-Sicherheitspreis verliehen

Fotos: Unfallkasse NRW

[12.06.2017] Wie in jedem Jahr zeichnete die Unfallkasse NRW jetzt die Jugendfeuerwehr aus, die die beste Idee zum Arbeits- und Gesundheitsschutz präsentierte. Die Jury hat die Jugendfeuerwehr
aus Borgholzhausen zum Sieger des diesjährigen Jugendfeuerwehr-Sicherheitspreises erkoren.

Die Borgholzhausener sind bereits Profis in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz, denn sie haben 2013 schon einmal diesen Preis gewonnen. Die Plätze 2 und 3 belegten die Jugendfeuerwehren aus Mönchengladbach-Odenkirchen und Rheda-Wiedenbrück.

Der Medienpreis wurde an die Jugendfeuerwehr Barntrup vergeben.
Auch die Jugendfeuerwehren, die in diesem Jahr keinen Preis erlangten, wurden zur Preisverleihung in den Movie Park nach Bottrop eingeladen, somit konnten sich alle Teilnehmer über einen erlebnisreichen Tag freuen.

Bei der Jugendfeuerwehr Borgholzhausen spielte das Thema „Sicherheit im Übungsdienst“ eine wichtige Rolle. „Alle sind bestrebt, sich richtig zu verhalten. Allerdings fehlte manchmal das nötige Wissen. Deshalb wurden Übungsabende veranstaltet, in denen die Schwerpunkte in Gruppenarbeit formuliert wurden. Das richtige Verhalten sollte auch überwacht werden. Aus diesem Grund wählte jede Gruppe einen Sicherheitsassistenten, der die selbst festgelegten Schwerpunkte überwacht. Es wird allerdings nicht nur Kritik bei falschem Verhalten, sondern auch Lob bei gutem Verhalten ausgesprochen. Die Beobachtungen werden festgehalten und die besten erhalten einen neuen Jugendfeuerwehrhelm“, so in der Projektbeschreibung der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen können sich über ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen.

Die Jugendfeuerwehr Odenkirchen hat für typische Aktivitäten der Jugendfeuerwehr eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Die Listen sind so allgemein gehalten, dass sie auf viele vergleichbare Tätigkeiten übertragbar sind. Die Listen enthalten auch die Risikobewertungen, die in der DGUV Information 205-021 „Leitfaden zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst“ beschrieben sind. Für den zweiten Platz erhielten sie 500 Euro.

Der Übungsdienst der Jugendfeuerwehr Rheda-Wiedenbrück ist sehr praxisorientiert. Es werden realitätsnahe Übungen der Brandbekämpfung, Technischen Hilfe und Ersten Hilfe auch im Knien durchgeführt. Dabei kam es vor, dass Jugendliche blaue Flecken oder Abschürfungen an den Knien hatten. Um dies künftig zu vermeiden, wurden Knieschützer beschafft, was dazu führte, dass es keine negativen Folgen mehr bei Übungstätigkeiten auf Knien gab. Sie erhielten 250 Euro.

Die Jugendfeuerwehr Barntrup hat sich in dem eingereichten Videoclip mit dem sicheren Übungsdienst befasst. Die Spanne reicht vom Weg zum Gerätehaus bis zu den Abläufen bei der Übung.