Hinweise der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für die Steuerberatungspraxis

[31.05.2017] Ab dem Meldejahr 2018 ist der digitale Lohnnachweis die alleinige Beitragsgrundlage für den Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung. Aus diesem Grund machen Berufs-genossenschaften und Unfallkassen auf ein Problem aufmerksam, das sich bei Lohnbuchprüfungen immer wieder zeigt: Beschäftigte sind im Lohnabrechnungssystem nicht der richtigen Gefahrtarifstelle zugeordnet. Dies ist insbesondere bei Unternehmen der Fall, deren Veranlagung mehrere Gefahrtarifstellen umfasst.

Häufiger Grund hierfür ist, dass Mandantinnen und Mandanten vergessen mitzuteilen, wenn sich die Veranlagung oder das Tätigkeitsfeld einzelner Beschäftigter geändert hat. Dies tritt insbesondere in Fällen auf, in denen die Steuerberatungskanzlei die Unterlagen wie die Hilfsliste zur Berufsgenossenschaft oder die UV-Meldeliste ihrer Mandantschaft zur Verfügung stellten, damit diese die Meldungen zur Berufsgenossenschaft in der Vergangenheit selbst durchführen konnten. Die Betriebe korrigierten in diesen Fällen mitunter Zuordnungen, gaben darüber aber oft keine Rückmeldung an ihre Steuerberatungskanzlei. Die Folge: Die digitalen Lohnnachweise im UV-Meldeverfahren sind fehlerhaft.

Für einen fehlerfreien Start des digitalen Lohnnachweises raten die Unfallversicherungsträger, in Abstimmung mit den Mandantinnen und Mandanten die jeweils aktuelle Veranlagung und die zutreffende Zuordnung der Beschäftigten zu den veranlagten Gefahrtarifstellen noch einmal zu überprüfen.

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