Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“

Elterntaxis hindern Kinder daran, Regeln im Straßenverkehr zu lernen

Das Bild zeigt eine Schülerin auf dem Schulweg
21.09.2018

 

Viele Kinder werden täglich mit dem Auto zur Schule gefahren – weil Eltern es zu riskant finden, die Kinder eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen oder weil die Schule praktischerweise auf dem Arbeitsweg der Eltern liegt. Doch was gut gemeint ist, lässt Kinder wichtige Lerninhalte verpassen. Zum Beispiel entgeht Kindern, die mit dem Eltern-Taxi zur Schule kommen, die Chance, richtiges Verhalten im Straßenverkehr zu lernen.

Auf dieses Defizit macht seit vielen Jahren der weltweite „Zu Fuß zur Schule“-Tag aufmerksam. Er findet in diesem Jahr am 22. September statt und fordert Eltern und Betreuer dazu auf, Kindern mehr Verantwortung für ihren Schulweg zu geben. Zunächst in Begleitung Erwachsener, später in der Gruppe Gleichaltriger sind dann auch Grundschulkinder sicher unterwegs – zu Fuß.
Heute ist man überzeugt, dass Kinder ihr Können und ihre Sicherheit am besten zu Fuß auf dem Schulweg trainieren.

Außerdem trägt Bewegung an der frischen Luft zum geistigen Ausgleich bei und verbessert die Konzentration. Um ein Zeichen zu setzen, sollten auch Lehrerinnen und Lehrer zu Fuß zur Schule kommen.

Allein im Jahr 2017 hatten in NRW 5.049 Grundschulkinder einen Unfall auf dem Schulweg, berichtet die Unfallkasse NRW, bei der die Kinder gesetzlich unfallver-sichert sind. Eine der Unfallursachen ist die fehlende Erfahrung der Kinder.

Bei der Unfallkasse NRW sind rund 2,6 Mio. Schul- und Kindergartenkinder un-fallversichert. Weitere Informationen rund um die gesetzliche Schüler-Unfallversicherung gibt es unter www.unfallkasse-nrw.de.

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